Standing Ovations für den Meister

Martin Fürst ist Deutscher Autocross Meister

Am ersten Oktoberwochenende war es endlich soweit: Das Wochenende auf das der Verein und seine Fahrer das ganze Jahr über hingearbeitet haben stand in den Startlöchern – das 28. Kesseltaler Autocross, das in diesem Jahr auch wieder der letzte und alles entscheidende Lauf der Deutschen Autocross Meisterschaft 2017 sein würde.

Schon beim Kesseltaler Autocross Pokal waren die Fahrer des MCK sehr erfolgreich unterwegs. In der Juniorenklasse sorgten schon Philipp Schabert und Mathias Faul für Furore und belegten im Finale tolle 3. bzw. 5. Plätze.

Bei den Serientourenwagen gab es am Ende des Finals ein besonders schönes Bild: Platz 1-3 war komplett in der Hand des MCK; Michael Jenning gewann souverän vor seinen Vereinskameraden Michael Eberle und Benedikt Rößner. Einziger Pechvogel hier war Markus Kurz, der im Finale mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und am Ende den 10. Platz belegte.

Frank Wiedemann war zum ersten Mal mit seinem neuen Spezialcross am Start, konnte aber leider das Finale nicht beenden.

In der Deutschen Meisterschaft war es dieses Jahr ganz besonders spannend. Die Deutsche Meisterschaft ist ja in 4 Meisterschaften – Deutscher Junioren Autocross Buggy Meister; Deutscher Junioren Autocross Tourenwagen Pokalsieger; Deutscher Autocross Meister für Tourenwagen; Deutscher Autocross Meister für Crossbuggys – unterteilt und bei allen 4 Meisterschaften hatten Kesseltaler Chancen auf den Titelgewinn.

Bei den Junioren der Klassen 1a und 1b konnte es kaum spannender sein: In der Klasse 1a gewann Jan Baltzer das Finale in gewohnt souveräner Manier. Janik Baumgärtner wurde 2ter, aber leider nach dem Finale disqualifiziert.

Marco Fürst in der Klasse 1b hatte ebenfalls ein großartiges Wochenende und freute sich über einen tollen 2. Platz im Finale.

Für die Meisterschaft bedeutet das aber leider trotzdem dass Jan Baltzer – trotz Punktegleichstand – Vizemeister wurde, da sein Konkurrent in dieser Saison einen Laufsieg mehr erfahren konnte. Die Enttäuschung bei ihm und seiner Familie war am Anfang natürlich dementsprechend groß; aber als es abends an die Siegerehrung ging konnte selbst Jan Baltzer wieder lächeln.  Marco Fürst freute sich sehr über einen großartigen 3. Platz; Janik Baumgärtner wurde 8ter.

Bei den Junioren der Tourenwagen gab es auch im letzten Meisterschaftslauf wieder viele spannende Zweikämpfe, die am Ende des Finals für Daniel Zolda Platz 2, Stefanie Geiger Platz 5 und Julia Baltzer Platz 6 bedeuteten.  Im Titelkampf verpasste Stefanie Geiger mit ihrem 5. Platz leider den Titelgewinn und wurde somit Vizemeisterin, gefolgt von Julia Baltzer. Da Daniel Zolda erst zum Ende der Saison an den Start ging wurde er in der Meisterschaft 8ter.

Jens Baltzer ging mit seinem Astra wieder in der Klasse 2a an den Start und kämpfte sich im Finale auf einen 8. Platz.

In der Klasse 3a war auch an diesem Wochenende Jürgen Fick wieder nicht zu schlagen. Er ließ der Konkurrenz zu keinem Zeitpunkt eine Chance und gewann in beeindruckender Manier alle Wertungsläufe sowie das Finale. Ralf Starz hatte hingegen etwas Pech; er verpasste die Teilnahme am A-Finale um einen Platz.

Der amtierende Meister der Tourenwagen Andreas Fürst (Klasse 3b) kämpfte an diesem Wochenende um die Titelverteidigung. Es sah auch alle super aus; er gewann alles was es zu gewinnen gab. Besonders im Finale ließ er seinen Audi um die Strecke fliegen und siegte vor seinen Vereinskameraden Karl Malz (4. Platz) und Markus Geier (5. Platz). Trotzdem sollte es nicht sein; sein Konkurrent verzeichnete zum Schluss ein paar Punkte mehr als er, was für ihn den Vizetitel bedeutete.

Natalie Straub und Michael Mengele griffen in der Klasse 4a an und das, sehr zur Freude des Publikums, mit tollem Erfolg. Besonders in den Wertungsläufen überraschten sie mit großartigen Ergebnissen und beendeten diese Saison im Finale mit Platz 9 (Natalie Straub) und Platz 10 (Michael Mengele).

Der Höhepunkt dieses spektakulären Wochenendes waren allerdings die Klassen 5a/5b, die wieder gemeinsam an den Start gingen. Michael Straub erkämpfte sich Platz 7, Christoph Meyer den 10. Platz, Micheal Dollinger und Jürgen Weißenburger schafften es leider nicht ins A-Finale. Besonders mitgefiebert wurde aber mit Martin Fürst. Seit Jahren fährt er in der Spitze mit und jetzt hatte er endlich die Chance tatsächlich den Titel in dieser wahnsinnig starken Klasse zu gewinnen. Es lief auch alles perfekt. Genau wie sein Bruder gewann er absolut alles was es nur zu gewinnen gab und ließ sich auch von mehreren Rennabbrüche im Finale nicht aus der Ruhe bringen. Immer und immer wieder musste das Finale auf Grund von Überschlägen oder ähnlichem abgebrochen werden und während die Zuschauer sich schon die Haare rauften blieb er ruhig und setzte sich schließlich auch gegen Konkurrenten wie den Vizeeuropameister durch. Endlich! Als das Finale beendet und er tatsächlich Meister war konnten es die Meisten erst einmal gar nicht glauben und als es endlich soweit war, freuten sie sich schließlich riesig mit und vor allem für ihn. Ein absolut unglaublicher Moment war dann zum krönenden Abschluss die Siegerehrung: Als er mit seinem Siegerauto auf die Bühne fuhr stand das ganze Zelt auf – Familie, Fans, Konkurrenten – alle applaudierten und bejubelte lange den neuen Deutschen Autocross Meister der Crossbuggys – Martin Fürst!


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